Ja, es gab eine Zeit vor Handy und Armbanduhr. Mann musste sich verständigen,
und das über große Distanzen hinweg. Verständigung mit Signalen ist so alt wie
die Jagd selbst. Zu Urzeiten noch mit Tierhörnern, später aus Metall nach gebaut:
Jagdhörner, das Mittel zur schnellen Kommunikation.
Leonhard WeidingerDies gilt auch heute noch bei
allen Gesellschaftsjagden:
Das Jagdhorn ist ein unentbehrliches Hilfsmittel auf der
Jagd. Es hat sich aus den Bedürfnissen der Jäger von der Urzeit an entwickelt. Rufhörner
und Trillerpfeifen könnten zwar auch als sachliche Hilfsmittel dienen, sie würden aber
das Stimmungsvolle des Jagdablaufs in Wald und Feld grausam zerstören und keinen Anspruch
auf Pflege jagdlicher Kultur erheben. Hierzu zählt nicht nur die eigentliche Jagd mit Ruf-,
Leit- und Totsignalen, sondern das gesamte feierliche Zeremoniell vom "Hohen Wecken" übers
"Angelus" zur "Begrüssung", dem Ablauf eines ganzen Jagdtages bis zum "Jagd vorbei" und
"Halali".
Gerhard SeiboldDas Erkennen der wichtigsten Signale ist auch heute noch Bestandteil der
Jägerausbildung. Doch dem Jagdhorn können nicht nur Signale entlockt werden.
Diese Klänge aus den Horn haben natürlich ihren Platz im täglichen Leben gefunden. Unser Bläserkorps trifft sich
regelmäßig in Pegnitz zu Proben, um auch für Auftritte weit über die Region hinaus bestens gerüstet zu sein.
So wird jeder Feier ein festlicher Rahmen gegeben.